Neue Photovoltaikanlage auf dem Aula-Dach des Städtischen Gynasiums

Die Energiegenossenschaft Wittgenstein hat inzwischen ihre sechste Photovoltaik-Anlage errichtet und in Betrieb genommen. Nachdem bereits seit Herbst 2018 an der Anlage gearbeitet wurde, stehen aktuell die letzten Nacharbeiten an.

Anfang der Montage auf dem Aula-Dach mit noch offenen PV-Reihen (rechts) und …

Mit einer Leistung von 90 Kilowatt wird diese Anlage jährlich mindestens 76.000 Kilowattstunden sauber erzeugen. Genug, um eine halbe Millionen Kilometer elektrisch Auto zu fahren und damit etwa 36 Wittgensteiner Autos anzutreiben.

Damit war das Jahr 2018 war für die Energiegenossenschaft das bisher erfolgreichste seit ihrer Gründung 2013. Drei neue Photovoltaik-Anlagen wurden auf die Dächer gebracht, womit sich die Anzahl der Anlagen verdoppelte. Zusammen mit den anderen beiden Anlagen aus 2018 auf der Kulturhalle Dotzlar und auf einer Oberndorfer Gewerbehalle verdoppelt sich die installierte Anlagenleistung der Genossenschaft von 150 auf mehr als 360 Kilowatt installierter Leistung.

und fast abgeschlossen.

Die lokal eingebundenen Partner wie bspw. Elektriker stammen aus dem Bad Laaspher Stadtgebiet und steuern die Gewerbesteuer durch diese Investition bei. Insgesamt wird durch die Investition in Höhe von etwa 90.000 Euro die lokale Wertschöpfung gestärkt. Nachdem das Dach zuletzt saniert worden ist, schützt die neue Anlage die frische Dachhaut vor der UV-Strahlung.

Technisch ist die Montage recht einfach: Keine Dachbohrung ist auf dem Flachdach nötig; die Ingenieure von Viessmann in Allendorf berechneten sorgfältig die Balastierung mit Gewichten. Vorher wurde die Statik geprüft, da dies in Wittgenstein aufgrund der hohen anzusetzenden Schneelasten wichtig ist.

Die Errichtung der Anlage erfolgt wie bereits bei der letzten Anlage in Eigenleistung, sofern dies erlaubt und möglich ist. Dadurch möchte die Energiegenossenschaft einen hohen vierstelligen Betrag einsparen, welcher den Mitgliedern durch später auszuschüttende Dividenden zu Gute kommt. An dieser Stelle gilt ein großes Dankeschön an die Hilfe an alle Genossenschaftsmitglieder, insbesondere um Rudi Niesyto, welche dies durch tatkräftige Hilfe ermöglicht haben. Wer Interesse hat, kann sich über Genossenschaftsanteile an der Investition beteiligen.

Für diese Eigenleistung wurde die Genossenschaft zuletzt auch mit dem Zukunftspreis des Kreises Siegen-Wittgenstein ausgezeichnet. Die Anlage steht auch im Einklang mit den Klimaschutzkonzepten der Bundesregierung als auch der Stadt Bad Laasphe. Die Vorteile der Anlage liegen in der lokalen, dezentralen Stromversorgung. Die Bürger in Wittgenstein können am Klimaschutz vor Ort unmittelbar teilhaben. Der Standort an der Aula ergänzt sich in der Stromversorgung durch die Sonne bei der Energiegenossenschaft und durch die KWK-Strom und -Wärmeerzeugung durch die Bad Laasphe Energie.

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50% mehr Strom im Jahr 2018 produziert

Im letzten Jahr schien die Sonne erfolgreich für die Energiegenossenschaft Wittgenstein. Die Genossenschaft hat ihre Produktionsdaten aus dem vergangenen Jahr analysiert und siehe da: Die Stromproduktion mit sauberen Photovoltaik-Anlagen konnte um mehr als 50% gesteigert werden. Die neue Anlage auf der Kulturhalle Wittgenstein in Dotzlar sorgte seit April für eine ertragsstarke Produktion. Durch den Rekordsommer konnten die Bestandsanlagen etwa 10% mehr Strom produzieren.

Insgesamt über 188.000 Kilowattstunden wurden 2018 erzeugt. Oder anschaulich: Damit könnte rechnerisch ein Staubsauger mehr als zwanzig Jahre lang durchlaufen. Ein Steinkohlekraftwerk hätte 56 Tonnen Steinkohle verfeuern müssen. Insgesamt wurden seit der Gründung der Genossenschaft etwa 600.000 Kilowattstunden erzeugt.

Die Genossenschaft hat aktuell 65 Mitglieder, welche insgesamt knapp 90.000 Euro an Anteilen investiert haben. Neben der positiven Wirkung für Klima, lokaler Wertschöpfung und einer guten Energieversorgung ist es eine stabile Investition. Getragen wird die Genossenschaft von einem ehrenamtlichen Team um den dreiköpfigen Vorstand, den Aufsichtsrat und weiteren aktiven Unterstützern. Insgesamt hat die Genossenschaft bisher in ihre Anlagen etwa eine viertel Millionen Euro investiert.

Die Ehrenamtlich aller Tätigkeiten ist dabei immens: Im vergangenen Jahr wurden bei zwei Photovoltaik-Anlagen umfangreiche Eigenleistungen durchgeführt, sofern dies möglich war. Aktuell werden beide Anlagen in Betrieb genommen. Diese wurden mit dem Zukunftspreis des Kreises Siegen-Wittgenstein prämiert. Schließlich sparten diese Eigenleistungen der Genossenschaft 13.000 Euro an Kosten. Die Facharbeiten wurden die örtliche Partner durchgeführt.

Auch für 2019 soll die Stromproduktion weiter steigern. Die neuen Anlagen haben jeweils ihre erste „volle Saison“, produzieren also von Januar bis Dezember. Ebenso sind zwei neue Anlagen geplant. Die Zeichen stehen auf einen weiteren Ausbau einer sauberen Solarstromerzeugung mit positiven Folgen für die Region und die Umwelt.

Nachfolgend sind die genauen Produktionsdaten der Anlagen für 2017 und 2018 dargestellt. Weitere Produktionsdaten finden sich unter der Projektübersicht.

Anlage 2017 2018 Steigerung
Wabach Sportpark, Bad Laasphe 29.055 31.974 +10,0%
Städt. Gymnasium Bad Laasphe 81.582 87.522 +7,3%
Ehem. Kläranlage Feudingerhütte 13.190 14.450 +9,6%
Kulturhalle Wittgenstein, Dotzlar 0 54.900
Insgesamt 123.827 188.846 +52,5%
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Zweiter Platz bei Zukunftspreis des Kreises Siegen-Wittgenstein

Aus den Händen von Anne Wilms (2.v.l.) erhielten Frank Leyener und Erich Horchler von der Energiegenossenschaft den Zukunftspreis 2018 des Kreises Siegen-Wittgenstein

Aus den Händen von Anne Wilms (2.v.l.) erhielten Frank Leyener und Erich Horchler von der Energiegenossenschaft den Zukunftspreis 2018 des Kreises Siegen-Wittgenstein

Der Zukunftspreis hat zahlreiche Akteure für den lokalen Klimaschutz ausgezeichnet

Der Zukunftspreis hat zahlreiche Akteure für den lokalen Klimaschutz ausgezeichnet

Die Energiegenossenschaft hat für die Errichtung der beiden neuen Photovoltaik-Anlagen den zweiten Platz des Zukunftspreises vom Kreis Siegen-Wittgenstein erhalten. Diese Auszeichnung wurde mit einem Preisgeld von 1.250 Euro dotiert. Durch die umfangreichen Eigenleistungen auf ehrenamtlicher Basis für die beiden neuen Photovoltaik-Anlagen Oberndorf und Aula auf Bad Laaspher Stadtgebiet wurde eine Wertschöpfung von etwa 13.000 Euro für die Energiegenossenschaft generiert. „Mit Sonnenenergie CO2 vermeiden. Ein regionales und genossenschaftliches Projekt mit Modellcharakter, bei dem zudem die Wertschöpfung in der Region bleibt“, sagte die stv. Landrätin Jutta Capito bei der Würdigung des Preisträgers.

Die Verleihung fand am Abend im Kulturhaus Lÿz in Siegen statt. Der Zukunftspreis ist ein Ehrenamtspreis, den der Kreis Siegen-Wittgenstein regelmäßig unter wechselnden Schwerpunktthemen vergibt. Eine Jury aus dem Landrat, den stellvertretenden Landräten, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt, Land- und Forstwirtschaft sowie dem Klimaschutzmanager des Kreises hatte über die diesjährigen Preisträger entschieden.

Der erste Platz ging den Siegener Unverpackt-Laden. Landrat Andreas Müller würdigte diesen als ein innovatives Vorzeigeprojekt für den Klimaschutz, das zur Vermeidung von Verpackungsmüll beitragen wolle. Durch bedarfsgerechtes Abfüllen statt einheitlicher Packungsgrößen werde zudem auch die Verschwendung von Lebensmitteln vermieden. Durch den Siegen in der Online-Abstimmung konnte sich die in Gründung befindliche Genossenschaft ein Preisgeld von 2.500 Euro sichern.

Mit dem dritten Preis wurde die Klimabildungsstätte Südwestfalen e.V. mit ihrem Projekt „KlimaWelten“ in Hilchenbach geehrt und war mit 750 Euro dotiert. Die stv. Landrätin Waltraud Schäfer sagte zur Begründung: „Eine außerschulische Bildungsstätte, die als RegionalZentrum im Landesnetzwerk ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung‘ überregionale Ausstrahlung besitzt. Mit Projekten wie KlimaKüche, KlimaLabor und KlimaForum wird schon bei den Jüngsten für Klimaschutz und Nachhaltigkeit geworben“.

Der Landrat hatte den diesjährigen Zukunftspreis im Frühjahr unter dem Motto „Volle Energie für ein gutes Klima“ ausgeschrieben. 21 Projekte haben sich darum beworben. „Wir können hier bei uns in Siegen-Wittgenstein den Klimawandel zwar nicht aufhalten, aber wir können unseren Beitrag dazu leisten“, machte Landrat Andreas Müller deutlich: „Denn nur wenn überall auf der Erde Menschen das tun, was ihnen möglich ist, haben wir noch eine Chance den Klimawandel zu verlangsamen.“

Weitere Preise erhielten die anwesenden Vertreter der Grundschule Oberfischbach, der Grundschule Wingeshausen, des Fördervereins der Städtischen Grundschule Bad Laasphe sowie der Realschule Erndtebrück. Für sie hatte der Landrat eine besondere Überraschung: Die Jury war von ihren Projekten so überzeugt, dass sie sich entschieden hatte, einen Sonderpreis „Schule und Jugend“ zu vergeben. Die fünf Preisträger, die damit ausgezeichnet wurden, durften sich jeweils über 200 Euro freuen.

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Energiegenossenschaft baut aktuell fünfte Photovoltaik-Anlage

Die Montage der PV-Anlage in Oberndorf erfolgte in ehrenamtlicher Eigenleistung des Genossenschafts-Teams; insbesondere Rudi Niesyto (hier im Bild) leistete einen wesentlichen Beitrag

Aktuell errichtet die Energiegenossenschaft Wittgenstein ihre fünfte Photovoltaik-Anlage. Die Anlage wird auf zwei Dächern eines Gewerbegebäudes im Bad Laaspher Ortssteil Oberndorf errichtet. Sie verfügt über eine Leistung von 35 Kilowatt und wird jährlich knapp 30.000 kWh erzeugen.

Die Genossenschaft investiert insgesamt etwa 31.000 Euro in die technischen Anlagen des Projekts. Das Besondere an dem Projekt war die erfolgte Arbeiten in Eigenleistung, sofern diese möglich war. Die ehrenamtlichen Aktiven konnten durch die Eigenleistung eine Wertschöpfung von mehr als 4000 Euro für die Genossenschaft leisten. Der Vorstand ist insbesondere für den tatkräftigen Einsatz von Rudi Niesyto dankbar. Niesyto leistete einen wesentlichen Beitrag zu den Arbeiten und hat diese durch seinen Einsatz erst ermöglicht. Bevor die Anlage sauberen Strom produzieren kann, erfolgt in den kommenden Wochen noch die Montage der Elektroinstallation durch lokale Partner.

Für die Genossenschaft ist es die erste Anlage auf einem Gewerbebetrieb, nachdem sonst Dachflächen von Kommune und Vereinen gepachtet wurden. Als Ausgleich für die Verpachtung der Dachfläche erhält der Gebäudeeigentümer eine regelmäßige Pachtzahlung.

Die inzwischen knapp 70 Mitglieder haben etwa 80.000 Euro in die Genossenschaft investiert. Es werden weitere Genossenschaftsmitglieder gesucht, welche aktuelle Investitionen durch Geschäftsanteile unterstützen und langfristig von einer Rendite profitieren möchten.

Zusammen mit der im Frühjahr auf der Kulturhalle Wittgenstein in Dotzlar errichteten 90 kW-Anlage wächst der Anlagenpark in diesem Jahr deutlich. Die Genossenschaft startete 2013 mit der ersten Anlage auf dem Städtischen Gymnasium in Bad Laasphe und möchte die Energiewende in Wittgenstein zum Vorteil für Bürger, der lokalen Wirtschaft und Vereinen und Kommunen umsetzen. Insgesamt wurden nun bereits über 300.000 Euro in Wittgensteiner Photovoltaik-Anlagen investiert, wovon stets ein möglichst großer Anteil in die regionale Wertschöpfung geflossen ist.

Aktuell zeigen sich viele Motivationen für ihr Engagement für die lokale Energiewende: Der hohe Ölpreis zeugt von der massiven Abhängigkeit fossiler Energiequellen, welche bei regenerativen heimischen Energien nicht gegeben wäre. Es droht in den Wittgensteiner Wäldern eine Borkenkäferplage durch den Rekordsommer, welcher langfristig durch den Klimawandel weiter angeheizt wird und im Hambacher Forst bei Aachen sollen jahrhundertealte Wälder für die RWE-Braunkohlekraftwerke geopfert werden, obwohl Energie-Alternativen vorhanden wären.

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Freud und Leid über diesjähriges Sommerwetter

PV-Anlage Feudingerhütte

PV-Anlage Feudingerhütte: Zwar vier Jahre alt, aber lieferte trotzdem noch einen neuen Produktionsrekord.

Das aktuelle Sommerwetter ist für die Energiegenossenschaft Wittgenstein Grund für Freud und Leid zu gleich. Inzwischen hat die Energiegenossenschaft vier Anlagen mit 230 Kilowatt Leistung in Betrieb, welche von dem Sommerwetter deutlich profitieren. Durch die neue Anlage auf der Kulturhalle Wittgenstein und das gute Sommerwetter konnte die Genossenschaft in diesem Jahr bisher deutlich mehr Strom produzieren als im Vergleichszeitraum 2017.

Bis einschließlich Juni liefen rund 80.000 Kilowattstunden durch die Stromzähler. Die vier Jahre alte 15 kW-Anlage „Feudingerhütte“ feierte unterdessen am 1. Juli einen Tagesrekord in der Produktion mit 108 kWh.

Bei aller Freude über schöne Wetterphasen und die guten Auswirkungen auf die Photovoltaik-Anlagen bereiten die schwerwiegenden Wetterauswirkungen wie die Waldbrände in Schweden und Griechenland große Sorgen: In Zukunft sind durch den Klimawandel auch in Wittgenstein deutlich mehr Dürren und Waldbrände zu erwarten.

Zwar kann die jetzige Hitzewelle nicht direkt auf den Klimawandel zurückgeführt werden, aber der Trend ist eindeutig, dass extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen und Starkregen zunehmen. Hintergrund dafür sind die bereits durch die globale Erwärmung um 1,4 Grad gestiegenen Temperaturen in Deutschland.

Und so ist der zunehmend spürbare, menschenverursachte Klimawandel für die Energiegenossenschaft einer von vielen Gründe, sich weiter für eine umweltfreundliche Energieerzeugung einzusetzen. Aktuell laufen die Planungen für eine fünfte und sechste Photovoltaik-Anlage. Noch wird an den Details wie Nutzungsvertrag und Elektroanschluss gearbeitet. Ende 2018 oder Anfang 2019 könnten die beiden Anlagen ans Netz gehen. Die Genossen suchen unterdessen noch weitere Interessenten, welche Genossenschaftsanteile zeichnen, und so die nachhaltigen Investitionen unterstützen möchten. Mit dem Geld der Genossen soll die geplante Investition in Höhe von 100.000 Euro mitfinanziert werden.

Weiterführender Artikel: Hitzewelle in Europa: „Befinden uns mitten im Klimawandel“ (tagesschau.de vom 28. Juli 2018)

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Generalversammlung 2018: Positiver Ausblick und Abschied

Ein Abschied und ein positiver Ausblick für die kommenden Jahre – so lässt sich unsere diesjährige Generalversammlung zusammenfassen. Dabei wurden den Mitgliedern und Gästen zu Beginn ein Resümee der vergangenen Aktivitäten vorgelegt. Die Energiegenossenschaft ist 2017 gegenüber dem Vorjahr weiter gewachsen. Dies liegt vor allem an dem ersten vollen Betriebsjahr der Photovoltaik-Anlage auf dem Bad Laaspher Wabach-Sportpark.

Die Stromproduktion stieg dadurch um 22% auf 123.000 Kilowattstunden, 64 Mitglieder kann die Genossenschaft inzwischen vorweisen und es wurden zahlreiche neue Geschäftsanteile gezeichnet. Inzwischen haben wir anfängliche Hürden überwunden und die Zeichen stehen auf Wachstum. Dazu passt, dass ein neues Logo unseren Außenauftritt stärkt, nachdem wir im letzten Jahr das Aktivitätengebiet vom Bad Laaspher Stadtgebiet auf ganz Wittgenstein vergrößert hatten.

Den Mitgliedern wurden im Detail die Pläne für neue Photovoltaik-Anlagen präsentiert. Vor wenigen Wochen ist die neue Photovoltaik-Anlage auf der Kulturhalle Wittgenstein in Bad Berleburg-Dotzlar in Betrieb gegangen. Allein diese wird die Stromproduktion um über 50% steigern. Eine weitere Photovoltaik auf einem Gewerbebetrieb soll wenn möglich noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Jedoch gab es leider auch zahlreiche Projekte, welche aufgrund verschiedener Umstände gescheitert waren. Insbesondere die Statik der Dächer ist ein großes Problem. Seit der letzten Generalversammlung konnten ein halbes Dutzend Dächer statisch bedingt nicht realisiert werden. Hintergrund ist die deutliche Verschärfung der Schneelast-Richtlinien vor einigen Jahren. In Wittgensteiner Höhenlagen werden deshalb Schneelasten von teils über 200 kg/m² angesetzt.

Personell gab es eine Wiederwahl und einen Abschied. Aufsichtsratmitglied Kai Wunderlich wurde einstimmig wiedergewählt. Bei all der Aufbruchstimmung musste leider auch Abschied genommen werden. Rudi Niesyto gab in diesem Jahr sein seit der Gründung im Jahr 2013 ausgeübtes Vorstandsamt ab und wollte sich in den verdienten Ruhestand verabschieden. Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Krüger dankte ihm für seine langjährigen außerordentlichen Verdienste. Er betont, dass es die Energiegenossenschaft und die Photovoltaik-Anlagen ohne Niesyto nicht gegeben hätte. Erfreulicherweise übernimmt Rudi Niesyto aber noch die Betreuung der bestehenden Photovoltaik-Anlagen und möchte weiterhin bei Arbeitseinsätzen aktiv sein. Die vergangenen Arbeitseinsätze haben der Energiegenossenschaft mehrere Tausend Euro an Installationskosten eingespart.

Nach der Verabschiedung und der Präsentation der Geschäftszahlen und Zukunftsaussichten gab es für die 26 anwesenden Genossenschaftsmitglieder einen Vortrag, in welchem die technischen Möglichkeiten der Energiewende erläutert wurden. Zunächst wurde anhand der gravierenden Auswirkungen von fossilen und Kernenergie die Notwendigkeit für erneuerbare Energien hergeleitet. Entgegen mancher öffentlichen Meinung sind Erneuerbare kostenmäßig günstiger als bisherige Energieformen wie aktuelle Ausschreibungen aus Deutschland und der Welt zeigen. Und so bleibt nur das Problem der fluktuierenden Einspeisung. In dem Vortrag des Vorstandes wurden anhand von technischen Lösungen wie bspw. Lastmanagement, Überschussstrom in Wärme und Gas (Power-to-Heat/-Gas), flexible KWK-Anlagen die technische Umsetzung der Energiewende präsentiert. Auch zeigt sich, dass der Bedarf für Speicher aktuell nicht mal ansatzweise gegeben ist.

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Einladung zur Generalversammlung 2018

Unsere Genossenschaftsmitglieder und Interessierte sind herzlich zur unserer Generalversammlung eingeladen. Diese findet am Freitag, den 29. Juni 2017, um 19:00 Uhr im Vereinsheim Wabach-Sportpark, Gennernbach 40, Bad Laasphe, statt. Neben verschiedenen formalen Beschlüsse und eine kleinere Satzungsänderung wird die Energiewende in einem Vortrag beleuchtet, um die technische Schritte für diese sowie das Prinzip der Sektorenkopplung zu erläutern. Dabei geht es auch um die Möglichkeiten und die Motivation für Erneuerbare Energien.

Falls Sie als Genossenschaftsmitglied verhindert sein sollten, besteht die Möglichkeit, über eine Vollmacht ein anderes Mitglied der Energiegenossenschaft für Sie teilnehmen und abstimmen zu lassen. Ein Bevollmächtigter kann nicht mehr als zwei Mitgleider vertreten.

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Installation der PV-Anlage auf der Kulturhalle Wittgenstein fast abgeschlossen

Installationsarbeiten an der PV-Anlage "Kulturhalle Wittgenstein"

Installationsarbeiten an der PV-Anlage „Kulturhalle Wittgenstein“

Die angekündigte Umsetzung der Photovoltaik-Anlage auf der Kulturhalle Wittgenstein in Dotzlar ist fast abgeschlossen. Zwar fließt noch kein Strom, aber der größte Arbeitspunkt ist mit der Installationen der Dachmodule abgeschlossen. Nun laufen die noch offenen Elektroarbeiten in der Halle. Aufgrund der Anschlussleistung von 90 Kilowatt sind dort größere Maßnahmen zu tätigen, bevor die Anlage bald sauberen Solarstrom produzieren darf.

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Energiegenossenschaft plant große Photovoltaik-Anlage auf der Kulturhalle Wittgenstein in Dotzlar

Die Vorstände des Kultur- und Heimatpflege Dotzlar und der Energiegenossenschaft Wittgenstein bei der Vertragsunterzeichnung für die neue 90 kW-PV-Anlage auf der Kulturhalle Wittgenstein

Die Vorstände des Kultur- und Heimatpflege Dotzlar und der Energiegenossenschaft Wittgenstein bei der Vertragsunterzeichnung für die neue 90 kW-PV-Anlage auf der Kulturhalle Wittgenstein

In einer gemeinsamen Vorstandssitzung beschlossen der Verein für Kultur- und Heimatpflege Dotzlar und die Energiegenossenschaft Wittgenstein, auf der Kulturhalle Wittgenstein in Dotzlar eine Photovoltaik-Anlage zu realisieren und haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die Anlage der Energiegenossenschaft soll über eine installierte Leistung von 90 Kilowatt verfügen. Parallel dazu wird der Kulturverein eine eigene Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 10 Kilowatt installieren, welche den Eigenbedarf der Kulturhalle decken soll.

Das Dach der Kulturhalle Wittgenstein wurde von der Dotzlarer Dorfgemeinschaft mit umfangreichen Eigenleistungen im Jahr 2017 renoviert. Die Photovoltaik-Anlagen werden das neue Dach schützen und zugleich dem Kulturverein eine Geldspritze für die umfangreichen Renovierungsarbeiten bringen. Für die Verpachtung an die Energiegenossenschaft erhält der Verein eine einmalige Zahlung nach Inbetriebnahme.

Mit der inzwischen vierten Photovoltaik-Anlage kann die Energiegenossenschaft ihre saubere Stromproduktion um etwa 50 % steigern und so die Energiewende in Wittgenstein deutlich voranbringen. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger besteht nun die Möglichkeit, sich finanziell an der Photovoltaik-Anlage über Genossenschaftsanteile zu beteiligen.

Wenn die Wetterbedingungen es zulassen, soll die Anlage im März installiert werden. Sie wird etwa 76.000 kWh an Strom pro Jahr erzeugen. Über 20 Betriebsjahre wird die Energiegenossenschaft Wittgenstein so über 1,5 Millionen Kilowattstunden an sauberen Strom erzeugen. Anschließend geht die Anlage in den Besitz des Vereines über.

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Rückblick auf 2017: Anlagen produzierten 22% mehr Strom

Mit einer Steigerung von 22 % in der Stromproduktion schließt die Energiegenossenschaft Wittgenstein das abgelaufene Jahr 2017 ab. Die Strommenge durch saubere Solarenergie steigerte sich damit von von 101.496 kWh (2016) auf 123.827 kWh (2017), da die im September 2016 installierte Photovoltaik-Anlage auf dem Wabach-Sportpark in Bad Laasphe erstmals eine Sommersaison lang Strom produzierte. Der weitere Strom stammte von beiden den Anlagen auf den Dächern des Städtischen Gymnasium und der ehemaligen Kläranlage in Feudingen.

Insgesamt umfasst der Anlagenpark der Genossenschaft eine installierte Leistung von 150 Kilowatt, mit welchem rechnerisch mehr als 40 Zweipersonen-Haushalte versorgt werden. Ein normales Elektroauto hätte von der erzeugten Strommenge etwa 825.000 Kilometer weit fahren können, also 20 mal um den Globus. Seit ihrer Gründung 2013 bis Dezember 2017 hat die Energiegenossenschaft Wittgenstein damit über 400.000 kWh Strom erzeugt. Das zeigt, dass man auch mit dem „Wittgensteiner Wetter“ mit Solarenergie ordentlich Strom produzieren kann.

Auch am Namen änderte sich Anfang 2017 etwas: Durch die Umbenennung von Energiegenossenschaft Bad Laasphe in Energiegenossenschaft Wittgenstein hat man sich im letzten Jahr dem gesamten Altkreis geöffnet, um sich dort genossenschaftlich für Erneuerbare-Energien-Anlagen, vor allem für Photovoltaik, zu engagieren und damit der Region einen Mehrwert zu bieten. Die Anzahl der Genossenschaftsmitglieder erhöhte sich um fünf auf 61.

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