Zweiter Platz bei Zukunftspreis des Kreises Siegen-Wittgenstein

Aus den Händen von Anne Wilms (2.v.l.) erhielten Frank Leyener und Erich Horchler von der Energiegenossenschaft den Zukunftspreis 2018 des Kreises Siegen-Wittgenstein

Aus den Händen von Anne Wilms (2.v.l.) erhielten Frank Leyener und Erich Horchler von der Energiegenossenschaft den Zukunftspreis 2018 des Kreises Siegen-Wittgenstein

Der Zukunftspreis hat zahlreiche Akteure für den lokalen Klimaschutz ausgezeichnet

Der Zukunftspreis hat zahlreiche Akteure für den lokalen Klimaschutz ausgezeichnet

Die Energiegenossenschaft hat für die Errichtung der beiden neuen Photovoltaik-Anlagen den zweiten Platz des Zukunftspreises vom Kreis Siegen-Wittgenstein erhalten. Diese Auszeichnung wurde mit einem Preisgeld von 1.250 Euro dotiert. Durch die umfangreichen Eigenleistungen auf ehrenamtlicher Basis für die beiden neuen Photovoltaik-Anlagen Oberndorf und Aula auf Bad Laaspher Stadtgebiet wurde eine Wertschöpfung von etwa 13.000 Euro für die Energiegenossenschaft generiert. „Mit Sonnenenergie CO2 vermeiden. Ein regionales und genossenschaftliches Projekt mit Modellcharakter, bei dem zudem die Wertschöpfung in der Region bleibt“, sagte die stv. Landrätin Jutta Capito bei der Würdigung des Preisträgers.

Die Verleihung fand am Abend im Kulturhaus Lÿz in Siegen statt. Der Zukunftspreis ist ein Ehrenamtspreis, den der Kreis Siegen-Wittgenstein regelmäßig unter wechselnden Schwerpunktthemen vergibt. Eine Jury aus dem Landrat, den stellvertretenden Landräten, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt, Land- und Forstwirtschaft sowie dem Klimaschutzmanager des Kreises hatte über die diesjährigen Preisträger entschieden.

Der erste Platz ging den Siegener Unverpackt-Laden. Landrat Andreas Müller würdigte diesen als ein innovatives Vorzeigeprojekt für den Klimaschutz, das zur Vermeidung von Verpackungsmüll beitragen wolle. Durch bedarfsgerechtes Abfüllen statt einheitlicher Packungsgrößen werde zudem auch die Verschwendung von Lebensmitteln vermieden. Durch den Siegen in der Online-Abstimmung konnte sich die in Gründung befindliche Genossenschaft ein Preisgeld von 2.500 Euro sichern.

Mit dem dritten Preis wurde die Klimabildungsstätte Südwestfalen e.V. mit ihrem Projekt „KlimaWelten“ in Hilchenbach geehrt und war mit 750 Euro dotiert. Die stv. Landrätin Waltraud Schäfer sagte zur Begründung: „Eine außerschulische Bildungsstätte, die als RegionalZentrum im Landesnetzwerk ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung‘ überregionale Ausstrahlung besitzt. Mit Projekten wie KlimaKüche, KlimaLabor und KlimaForum wird schon bei den Jüngsten für Klimaschutz und Nachhaltigkeit geworben“.

Der Landrat hatte den diesjährigen Zukunftspreis im Frühjahr unter dem Motto „Volle Energie für ein gutes Klima“ ausgeschrieben. 21 Projekte haben sich darum beworben. „Wir können hier bei uns in Siegen-Wittgenstein den Klimawandel zwar nicht aufhalten, aber wir können unseren Beitrag dazu leisten“, machte Landrat Andreas Müller deutlich: „Denn nur wenn überall auf der Erde Menschen das tun, was ihnen möglich ist, haben wir noch eine Chance den Klimawandel zu verlangsamen.“

Weitere Preise erhielten die anwesenden Vertreter der Grundschule Oberfischbach, der Grundschule Wingeshausen, des Fördervereins der Städtischen Grundschule Bad Laasphe sowie der Realschule Erndtebrück. Für sie hatte der Landrat eine besondere Überraschung: Die Jury war von ihren Projekten so überzeugt, dass sie sich entschieden hatte, einen Sonderpreis „Schule und Jugend“ zu vergeben. Die fünf Preisträger, die damit ausgezeichnet wurden, durften sich jeweils über 200 Euro freuen.

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Energiegenossenschaft baut aktuell fünfte Photovoltaik-Anlage

Die Montage der PV-Anlage in Oberndorf erfolgte in ehrenamtlicher Eigenleistung des Genossenschafts-Teams; insbesondere Rudi Niesyto (hier im Bild) leistete einen wesentlichen Beitrag

Aktuell errichtet die Energiegenossenschaft Wittgenstein ihre fünfte Photovoltaik-Anlage. Die Anlage wird auf zwei Dächern eines Gewerbegebäudes im Bad Laaspher Ortssteil Oberndorf errichtet. Sie verfügt über eine Leistung von 35 Kilowatt und wird jährlich knapp 30.000 kWh erzeugen.

Die Genossenschaft investiert insgesamt etwa 31.000 Euro in die technischen Anlagen des Projekts. Das Besondere an dem Projekt war die erfolgte Arbeiten in Eigenleistung, sofern diese möglich war. Die ehrenamtlichen Aktiven konnten durch die Eigenleistung eine Wertschöpfung von mehr als 4000 Euro für die Genossenschaft leisten. Der Vorstand ist insbesondere für den tatkräftigen Einsatz von Rudi Niesyto dankbar. Niesyto leistete einen wesentlichen Beitrag zu den Arbeiten und hat diese durch seinen Einsatz erst ermöglicht. Bevor die Anlage sauberen Strom produzieren kann, erfolgt in den kommenden Wochen noch die Montage der Elektroinstallation durch lokale Partner.

Für die Genossenschaft ist es die erste Anlage auf einem Gewerbebetrieb, nachdem sonst Dachflächen von Kommune und Vereinen gepachtet wurden. Als Ausgleich für die Verpachtung der Dachfläche erhält der Gebäudeeigentümer eine regelmäßige Pachtzahlung.

Die inzwischen knapp 70 Mitglieder haben etwa 80.000 Euro in die Genossenschaft investiert. Es werden weitere Genossenschaftsmitglieder gesucht, welche aktuelle Investitionen durch Geschäftsanteile unterstützen und langfristig von einer Rendite profitieren möchten.

Zusammen mit der im Frühjahr auf der Kulturhalle Wittgenstein in Dotzlar errichteten 90 kW-Anlage wächst der Anlagenpark in diesem Jahr deutlich. Die Genossenschaft startete 2013 mit der ersten Anlage auf dem Städtischen Gymnasium in Bad Laasphe und möchte die Energiewende in Wittgenstein zum Vorteil für Bürger, der lokalen Wirtschaft und Vereinen und Kommunen umsetzen. Insgesamt wurden nun bereits über 300.000 Euro in Wittgensteiner Photovoltaik-Anlagen investiert, wovon stets ein möglichst großer Anteil in die regionale Wertschöpfung geflossen ist.

Aktuell zeigen sich viele Motivationen für ihr Engagement für die lokale Energiewende: Der hohe Ölpreis zeugt von der massiven Abhängigkeit fossiler Energiequellen, welche bei regenerativen heimischen Energien nicht gegeben wäre. Es droht in den Wittgensteiner Wäldern eine Borkenkäferplage durch den Rekordsommer, welcher langfristig durch den Klimawandel weiter angeheizt wird und im Hambacher Forst bei Aachen sollen jahrhundertealte Wälder für die RWE-Braunkohlekraftwerke geopfert werden, obwohl Energie-Alternativen vorhanden wären.

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Freud und Leid über diesjähriges Sommerwetter

PV-Anlage Feudingerhütte

PV-Anlage Feudingerhütte: Zwar vier Jahre alt, aber lieferte trotzdem noch einen neuen Produktionsrekord.

Das aktuelle Sommerwetter ist für die Energiegenossenschaft Wittgenstein Grund für Freud und Leid zu gleich. Inzwischen hat die Energiegenossenschaft vier Anlagen mit 230 Kilowatt Leistung in Betrieb, welche von dem Sommerwetter deutlich profitieren. Durch die neue Anlage auf der Kulturhalle Wittgenstein und das gute Sommerwetter konnte die Genossenschaft in diesem Jahr bisher deutlich mehr Strom produzieren als im Vergleichszeitraum 2017.

Bis einschließlich Juni liefen rund 80.000 Kilowattstunden durch die Stromzähler. Die vier Jahre alte 15 kW-Anlage „Feudingerhütte“ feierte unterdessen am 1. Juli einen Tagesrekord in der Produktion mit 108 kWh.

Bei aller Freude über schöne Wetterphasen und die guten Auswirkungen auf die Photovoltaik-Anlagen bereiten die schwerwiegenden Wetterauswirkungen wie die Waldbrände in Schweden und Griechenland große Sorgen: In Zukunft sind durch den Klimawandel auch in Wittgenstein deutlich mehr Dürren und Waldbrände zu erwarten.

Zwar kann die jetzige Hitzewelle nicht direkt auf den Klimawandel zurückgeführt werden, aber der Trend ist eindeutig, dass extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen und Starkregen zunehmen. Hintergrund dafür sind die bereits durch die globale Erwärmung um 1,4 Grad gestiegenen Temperaturen in Deutschland.

Und so ist der zunehmend spürbare, menschenverursachte Klimawandel für die Energiegenossenschaft einer von vielen Gründe, sich weiter für eine umweltfreundliche Energieerzeugung einzusetzen. Aktuell laufen die Planungen für eine fünfte und sechste Photovoltaik-Anlage. Noch wird an den Details wie Nutzungsvertrag und Elektroanschluss gearbeitet. Ende 2018 oder Anfang 2019 könnten die beiden Anlagen ans Netz gehen. Die Genossen suchen unterdessen noch weitere Interessenten, welche Genossenschaftsanteile zeichnen, und so die nachhaltigen Investitionen unterstützen möchten. Mit dem Geld der Genossen soll die geplante Investition in Höhe von 100.000 Euro mitfinanziert werden.

Weiterführender Artikel: Hitzewelle in Europa: „Befinden uns mitten im Klimawandel“ (tagesschau.de vom 28. Juli 2018)

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Generalversammlung 2018: Positiver Ausblick und Abschied

Ein Abschied und ein positiver Ausblick für die kommenden Jahre – so lässt sich unsere diesjährige Generalversammlung zusammenfassen. Dabei wurden den Mitgliedern und Gästen zu Beginn ein Resümee der vergangenen Aktivitäten vorgelegt. Die Energiegenossenschaft ist 2017 gegenüber dem Vorjahr weiter gewachsen. Dies liegt vor allem an dem ersten vollen Betriebsjahr der Photovoltaik-Anlage auf dem Bad Laaspher Wabach-Sportpark.

Die Stromproduktion stieg dadurch um 22% auf 123.000 Kilowattstunden, 64 Mitglieder kann die Genossenschaft inzwischen vorweisen und es wurden zahlreiche neue Geschäftsanteile gezeichnet. Inzwischen haben wir anfängliche Hürden überwunden und die Zeichen stehen auf Wachstum. Dazu passt, dass ein neues Logo unseren Außenauftritt stärkt, nachdem wir im letzten Jahr das Aktivitätengebiet vom Bad Laaspher Stadtgebiet auf ganz Wittgenstein vergrößert hatten.

Den Mitgliedern wurden im Detail die Pläne für neue Photovoltaik-Anlagen präsentiert. Vor wenigen Wochen ist die neue Photovoltaik-Anlage auf der Kulturhalle Wittgenstein in Bad Berleburg-Dotzlar in Betrieb gegangen. Allein diese wird die Stromproduktion um über 50% steigern. Eine weitere Photovoltaik auf einem Gewerbebetrieb soll wenn möglich noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Jedoch gab es leider auch zahlreiche Projekte, welche aufgrund verschiedener Umstände gescheitert waren. Insbesondere die Statik der Dächer ist ein großes Problem. Seit der letzten Generalversammlung konnten ein halbes Dutzend Dächer statisch bedingt nicht realisiert werden. Hintergrund ist die deutliche Verschärfung der Schneelast-Richtlinien vor einigen Jahren. In Wittgensteiner Höhenlagen werden deshalb Schneelasten von teils über 200 kg/m² angesetzt.

Personell gab es eine Wiederwahl und einen Abschied. Aufsichtsratmitglied Kai Wunderlich wurde einstimmig wiedergewählt. Bei all der Aufbruchstimmung musste leider auch Abschied genommen werden. Rudi Niesyto gab in diesem Jahr sein seit der Gründung im Jahr 2013 ausgeübtes Vorstandsamt ab und wollte sich in den verdienten Ruhestand verabschieden. Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Krüger dankte ihm für seine langjährigen außerordentlichen Verdienste. Er betont, dass es die Energiegenossenschaft und die Photovoltaik-Anlagen ohne Niesyto nicht gegeben hätte. Erfreulicherweise übernimmt Rudi Niesyto aber noch die Betreuung der bestehenden Photovoltaik-Anlagen und möchte weiterhin bei Arbeitseinsätzen aktiv sein. Die vergangenen Arbeitseinsätze haben der Energiegenossenschaft mehrere Tausend Euro an Installationskosten eingespart.

Nach der Verabschiedung und der Präsentation der Geschäftszahlen und Zukunftsaussichten gab es für die 26 anwesenden Genossenschaftsmitglieder einen Vortrag, in welchem die technischen Möglichkeiten der Energiewende erläutert wurden. Zunächst wurde anhand der gravierenden Auswirkungen von fossilen und Kernenergie die Notwendigkeit für erneuerbare Energien hergeleitet. Entgegen mancher öffentlichen Meinung sind Erneuerbare kostenmäßig günstiger als bisherige Energieformen wie aktuelle Ausschreibungen aus Deutschland und der Welt zeigen. Und so bleibt nur das Problem der fluktuierenden Einspeisung. In dem Vortrag des Vorstandes wurden anhand von technischen Lösungen wie bspw. Lastmanagement, Überschussstrom in Wärme und Gas (Power-to-Heat/-Gas), flexible KWK-Anlagen die technische Umsetzung der Energiewende präsentiert. Auch zeigt sich, dass der Bedarf für Speicher aktuell nicht mal ansatzweise gegeben ist.

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Einladung zur Generalversammlung 2018

Unsere Genossenschaftsmitglieder und Interessierte sind herzlich zur unserer Generalversammlung eingeladen. Diese findet am Freitag, den 29. Juni 2017, um 19:00 Uhr im Vereinsheim Wabach-Sportpark, Gennernbach 40, Bad Laasphe, statt. Neben verschiedenen formalen Beschlüsse und eine kleinere Satzungsänderung wird die Energiewende in einem Vortrag beleuchtet, um die technische Schritte für diese sowie das Prinzip der Sektorenkopplung zu erläutern. Dabei geht es auch um die Möglichkeiten und die Motivation für Erneuerbare Energien.

Falls Sie als Genossenschaftsmitglied verhindert sein sollten, besteht die Möglichkeit, über eine Vollmacht ein anderes Mitglied der Energiegenossenschaft für Sie teilnehmen und abstimmen zu lassen. Ein Bevollmächtigter kann nicht mehr als zwei Mitgleider vertreten.

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Installation der PV-Anlage auf der Kulturhalle Wittgenstein fast abgeschlossen

Installationsarbeiten an der PV-Anlage "Kulturhalle Wittgenstein"

Installationsarbeiten an der PV-Anlage „Kulturhalle Wittgenstein“

Die angekündigte Umsetzung der Photovoltaik-Anlage auf der Kulturhalle Wittgenstein in Dotzlar ist fast abgeschlossen. Zwar fließt noch kein Strom, aber der größte Arbeitspunkt ist mit der Installationen der Dachmodule abgeschlossen. Nun laufen die noch offenen Elektroarbeiten in der Halle. Aufgrund der Anschlussleistung von 90 Kilowatt sind dort größere Maßnahmen zu tätigen, bevor die Anlage bald sauberen Solarstrom produzieren darf.

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Energiegenossenschaft plant große Photovoltaik-Anlage auf der Kulturhalle Wittgenstein in Dotzlar

Die Vorstände des Kultur- und Heimatpflege Dotzlar und der Energiegenossenschaft Wittgenstein bei der Vertragsunterzeichnung für die neue 90 kW-PV-Anlage auf der Kulturhalle Wittgenstein

Die Vorstände des Kultur- und Heimatpflege Dotzlar und der Energiegenossenschaft Wittgenstein bei der Vertragsunterzeichnung für die neue 90 kW-PV-Anlage auf der Kulturhalle Wittgenstein

In einer gemeinsamen Vorstandssitzung beschlossen der Verein für Kultur- und Heimatpflege Dotzlar und die Energiegenossenschaft Wittgenstein, auf der Kulturhalle Wittgenstein in Dotzlar eine Photovoltaik-Anlage zu realisieren und haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die Anlage der Energiegenossenschaft soll über eine installierte Leistung von 90 Kilowatt verfügen. Parallel dazu wird der Kulturverein eine eigene Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 10 Kilowatt installieren, welche den Eigenbedarf der Kulturhalle decken soll.

Das Dach der Kulturhalle Wittgenstein wurde von der Dotzlarer Dorfgemeinschaft mit umfangreichen Eigenleistungen im Jahr 2017 renoviert. Die Photovoltaik-Anlagen werden das neue Dach schützen und zugleich dem Kulturverein eine Geldspritze für die umfangreichen Renovierungsarbeiten bringen. Für die Verpachtung an die Energiegenossenschaft erhält der Verein eine einmalige Zahlung nach Inbetriebnahme.

Mit der inzwischen vierten Photovoltaik-Anlage kann die Energiegenossenschaft ihre saubere Stromproduktion um etwa 50 % steigern und so die Energiewende in Wittgenstein deutlich voranbringen. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger besteht nun die Möglichkeit, sich finanziell an der Photovoltaik-Anlage über Genossenschaftsanteile zu beteiligen.

Wenn die Wetterbedingungen es zulassen, soll die Anlage im März installiert werden. Sie wird etwa 76.000 kWh an Strom pro Jahr erzeugen. Über 20 Betriebsjahre wird die Energiegenossenschaft Wittgenstein so über 1,5 Millionen Kilowattstunden an sauberen Strom erzeugen. Anschließend geht die Anlage in den Besitz des Vereines über.

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Rückblick auf 2017: Anlagen produzierten 22% mehr Strom

Mit einer Steigerung von 22 % in der Stromproduktion schließt die Energiegenossenschaft Wittgenstein das abgelaufene Jahr 2017 ab. Die Strommenge durch saubere Solarenergie steigerte sich damit von von 101.496 kWh (2016) auf 123.827 kWh (2017), da die im September 2016 installierte Photovoltaik-Anlage auf dem Wabach-Sportpark in Bad Laasphe erstmals eine Sommersaison lang Strom produzierte. Der weitere Strom stammte von beiden den Anlagen auf den Dächern des Städtischen Gymnasium und der ehemaligen Kläranlage in Feudingen.

Insgesamt umfasst der Anlagenpark der Genossenschaft eine installierte Leistung von 150 Kilowatt, mit welchem rechnerisch mehr als 40 Zweipersonen-Haushalte versorgt werden. Ein normales Elektroauto hätte von der erzeugten Strommenge etwa 825.000 Kilometer weit fahren können, also 20 mal um den Globus. Seit ihrer Gründung 2013 bis Dezember 2017 hat die Energiegenossenschaft Wittgenstein damit über 400.000 kWh Strom erzeugt. Das zeigt, dass man auch mit dem „Wittgensteiner Wetter“ mit Solarenergie ordentlich Strom produzieren kann.

Auch am Namen änderte sich Anfang 2017 etwas: Durch die Umbenennung von Energiegenossenschaft Bad Laasphe in Energiegenossenschaft Wittgenstein hat man sich im letzten Jahr dem gesamten Altkreis geöffnet, um sich dort genossenschaftlich für Erneuerbare-Energien-Anlagen, vor allem für Photovoltaik, zu engagieren und damit der Region einen Mehrwert zu bieten. Die Anzahl der Genossenschaftsmitglieder erhöhte sich um fünf auf 61.

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Energiegenossenschaft im Gespräch mit Bundestagskandidat

Bundestagskandidat Heiko Becker (links) im Gespräch mit den Energiegenossen vor der Photovoltaik-Anlage "Wabach-Sportpark" im Hntergrund

Bundestagskandidat Heiko Becker (links) im Gespräch mit den Energiegenossen vor der Photovoltaik-Anlage „Wabach-Sportpark“ im Hntergrund

Die Energiegenossenschaft Wittgenstein freute sich über den Besuch des SPD-Bundestagskandidaten Heiko Becker. Neben der Besichtigung der Photovoltaik-Anlage „Wabach-Sportpark“ konnten wie Mitglieder der Energiegenossenschaft ihre Vorstellungen einer zukünftigen Energiepolitik vortragen. Der einhellige Wunsch dabei ist, wieder die Dezentralität zu fördern. Aktuell profitieren vor allem die großen Akteure durch das neue EEG-System wie sich bei den Sonne- und Wind-Ausschreibungen zeigen.

Insgesamt stellten die Anwensenden der zukünftigen Regierung großen Handlungsbedarf im Bereich Energie-, Klimaschutz- und Verkehrspolitik fest. Ein Beispiel gab das ehrenamtliche Energiegenossenschaft-Team: Auf selbstverbrauchten Strom im Wabach-Sportpark wird die volle EEG-Umlage von knapp 7 Cent/kWh fällig. Dagegen sind bspw. Braunkohlebagger oder Groß-Schlachtereien davon befreit. Ziel muss es sein, Strom günstiger zu machen und so Privathaushalte und dezentrale Stromerzeuger zu entlasten.

Auch wenn die Energiegenossenschaft unparteiisch ist, strebt sie nach einer weiteren Stärkung der Erneuerbaren Energien nach der Bundestagswahl. Nach mehreren Reformen hat die Energiewende inzwischen massiv an Schwung verloren.

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Elektromobilität als Schwerpunkt auf Generalversammlung

Großes Interesses zogen die Elektroautos auf sich (vorne BMW i3, hinten VW e-Up): Es wurde gefachsimpelt und Probefahrten durchgeführt

Großes Interesses zogen die Elektroautos auf sich (vorne BMW i3, hinten VW e-Up): Es wurde gefachsimpelt und Probefahrten durchgeführt

Das Thema Elektromobilität war Schwerpunkt der diesjährigen Generalversammlung der Energiegenossenschaft Wittgenstein. Sowohl vor der Veranstaltung als zum Abschluss gab es für die anwesenden Mitglieder und Gäste die Möglichkeit, verschiedene Elektroautos zu begutachten, mit den Besitzern zu fachsimpeln und Probefahrten zu absolvieren. Mit einem BMW i3, einem VW e-Up, einem VW GTE sowie einen Renault ZOE war den Interessierten eine breite Elektroauto-Auswahl gegeben. Stets begeistert über die Technik und das sportliche Fahrverhalten der gezeigten Modelle verließen die Probefahrer die vorgeführten Fahrzeuge.

Am Ende der Generalversammlung gab es dazu von Vorstandsmitglied Frank Leyener einen kurzen Vortrag, in welchem er über persönliche Erfahrungen mit seinen Elektroautos sowie zu erwartende Trends der Elektromobilität berichtete. Die gängigen Klischees konnte über Elektromobilität konnte er nicht bestätigen: Lange Touren waren dank kostenloser Schnellladesäulen kein Problem, genau wie am Akku kein Verschleiß feststellbar war. Insgesamt führt in einigen Jahren an Elektromobilität kein Weg vorbei, resümierte er abschließend.

Neben diesem Themenschwerpunkt berichtete der Vorstand ausführlich über die umfangreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr. Oft traf er sich, um neue Projekte zu beraten und absolvierte viele Termine mit örtlichen Vereinen und Firmen sowie in lokalen Rathäusern. Dabei zeigte sich, dass die Projektierung kein Selbstläufer gibt, da nicht alle potentiellen Photovoltaik-Anlagen realisiert werden können. Jedoch konnte positiv über die neue laufende Anlage „Wabach-Sportpark“ (34 Kilowatt) auf dem Dach des Veranstaltungsort berichtet werden.

Elektroautos aller Klassen: VW e-Up, Renault ZOE und BMW i3 (v.l.nr.); im Hintergrund wurde von der Genossenschaft bei bestem Sonnenschein Photovoltaik-Strom mit der Anlage "Wabach-Sportpark" erzeugt

Elektroautos aller Klassen: VW e-Up, Renault ZOE und BMW i3 (v.l.nr.); im Hintergrund wurde von der Energiegenossenschaft bei bestem Sonnenschein Photovoltaik-Strom mit der neuen Anlage „Wabach-Sportpark“ erzeugt

Der Anlagenpark erzeugte 2016 knapp über 100.000 kWh sauberen Strom. Erst in diesem Jahr wird die neue Anlage Wabach-Sportpark erstmal den Ertrag der Genossenschaft maßgeblich steigern. Die Anlage Feudingerhütte wird aufgrund der noch andauerenden Umsetzung erst 2018 in vollem Maße die Bilanz stärken. Auch durch die Optimierung der Anlage „Städtisches Gymnasium“ konnte das etwas schlechtere Sonnenjahr kompensiert werden.

Jedoch ist es das Ziel weiter zu wachsen, um die wirtschaftlichen Kennzahlen der Genossenschaft zu verbessern. Zwei größere Projekte könnten dieses Jahr möglicherweise noch realisiert werden, sofern gewisse Rahmenbedingungen wie der Elektroanschluss oder die Dachstatik  stimmen. Andere Anlagen befinden sich in unterschiedlichen Planungsstadien.

Unser verdientes Aufsichtsratmitglied Martin Frettlöh wurde auf persönlichen Wunsch hin nicht wieder zur Abstimmung aufgestellt. An seiner Stelle wurde Marco Pitz als Aufsichtsratsmitglied einstimmig gewählt. Die Energiegenossenschaft dankte Martin Frettlöh vielmals für das Engagement, welches er an den Tag legte – ohne ihn wäre die Energiegenossenschaft in ihrem Engagement nicht soweit gekommen!

Aufsichtsratsvorsitzender Uli Krüger hob zum Abschluss des offiziellen Teils die harmonische und vorbildhafte Zusammenarbeit des ehrenamtlichen Teams hervor. Er wünschte gutes Gelingen für die aktuelle Umsetzung der neuen Photovoltaik-Anlagen.

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